Die 3 T’s als Voraussetzung moderner Lieferketten: Transaktionen, Transparenz, Transformation


Die Verfolgbarkeit von Waren vom Werk bis zum Verkaufspunkt und sogar bis zum Verbraucher ist in der Konsumgüterindustrie unverzichtbar. Unternehmen der Lebensmittelindustrie können damit ihre Lieferungen verfolgen und auf diese Weise nicht nur die Produktsicherheit, sondern auch das Vertrauen der Verbraucher steigern.

Länder und große gemeinsame Märkte wie die EU, China, die USA und Russland haben in den letzten Jahren umfassende Regelungen und Vorschriften zur Rückverfolgbarkeit in der Lebensmittelindustrie eingeführt. Betrugsanfällige Produkte wie Babynahrung oder Alkohol müssen auf der Verpackung nun mit einem eindeutigen Code versehen sein, um sie zum Hersteller zurückverfolgen zu können. Damit sollen Fälschungen und Umlenkungen ausgeschlossen und erfolgreiche, weniger kostspielige Rückrufe für das Lieferkettenmanagement möglich gemacht werden.

Dem Food Safety Magazine zufolge wurden in den USA 2019 aufgrund verschiedener Qualitätsprobleme 337 Lebensmittelprodukte zurückgerufen1.

  • Druckposition!?

  • Wassermelone oder Mais?

Mangelhafte Produkte treiben mit Geldstrafen durch Einzelhändler nicht nur Ihre Betriebskosten in die Höhe, sondern schädigen außerdem den Ruf Ihrer Marke. Um Logistikkosten zu sparen und dem Versand mangelhafter Produkte an Einzelhandelslager zuvorzukommen, müssen Fehler und Mängel im Werk erkannt und bereits an der Verpackungslinie aus dem Verkehr gezogen werden.

Voraussetzung für einen soliden Lieferkettenprozess ist der 3T-Ansatz:

 

Jede TRANSAKTION dokumentieren

Für die Herstellung und den Versand von Lebensmittelprodukten sind eine Reihe von Prozessen definiert. Anhand vorkonfigurierter Kriterien untersuchen und erkennen Kameras an der Lebensmittelproduktionslinie in Echtzeit Produkt- und Verpackungsmängel. Die Kamera ist mit einer Software ausgestattet, die die Mängel protokolliert. Die Software an der Produktionslinie ist über eine Schnittstelle mit Ihrem ERP-System verbunden, das einen konstanten Datenstrom enthält und überträgt und so die Kontrolle, Evaluierung und Optimierung der Herstellungsprozesse ermöglicht.

Je nach Lebensmittelprodukt und Qualitätsanforderungen sollten entlang der Produktionslinie mehrere Verpackungsinspektionen erfolgen, um die gewünschte Endproduktqualität zu gewährleisten. Mithilfe von Hardwarelösungen wie Farbkameras, Codelesern, Scannern und Sensoren werden eine Reihe von Merkmalen untersucht:

  • Ausrichtung: Es wird überprüft, ob ein Code wie eine Chargennummer, eine Produktionscharge oder ein Ablaufdatum richtig ausgerichtet ist.
  • Druckqualität: Es wird überprüft, ob der Code lesbar und gerade ist und den richtigen Kontrast hat.
  • 1D-/2D-Codes: Produkte werden mit Strichcodes und 2D-Codes gekennzeichnet und identifiziert. Bei der Inspektion werden die Codes von einer Kamera gelesen und mit einem im Softwaresystem hinterlegten Bezugscode verglichen. Ist der Code nicht lesbar oder in der Datenbank nicht vorhanden, meldet das System einen Fehler.
  • Farbe: Bei der Farbinspektion wird die Farbe konkreter Verpackungsinhalte untersucht. So lässt sich das eigentliche Produkt von verunreinigenden Fremdstoffen (wie Nägeln oder Insekten) unterscheiden.

Bei der Codeinspektion jedes Produkts verknüpft das Softwaresystem die Waren in der Produktionslinie mit ihrer Verpackung. Mit dieser Technologie minimieren Sie mangelhafte Produkte und senken Ihre Betriebskosten.

 

Funktions- und abteilungsübergreifende TRANSPARENZ gewährleisten

Das Lieferketten-Risikomanagement stellt Betriebs-, Vertriebs- und Logistikmanager vor enorme Herausforderungen. Manche Märkte wie die EU und die USA haben bereits Rückverfolgbarkeitsvorschriften eingeführt, um die öffentliche Gesundheit zu schützen und die Lebensmittelsicherheit zu verbessern. Nach diesen Vorschriften müssen Unternehmen Waren für den Fall eines Rückrufs bis auf Chargenebene zurückverfolgen können. Die Globalisierung steigert die Komplexität des Lieferkettenmanagements. Einer Umfrage von McKinsey 2 unter 639 Führungskräften verschiedener Länder und Branchen zufolge rechnen 72 % mit einem weiter steigenden Risiko von Lieferkettenunterbrechungen.

Die Lieferkettenfunktion ist und bleibt ein zentraler Bereich der Organisationsstruktur von Unternehmen – nach der Herstellung und vor Vertrieb und Kundendienst. Ein robuster, effektiver Prozess für den Versand der richtigen Produkte an die richtigen Empfänger setzt die enge funktions- und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit im Unternehmen voraus. Ein kontinuierlicher Datenfluss und ein transparenter Informationsfluss sind die Grundlage für die erfolgreiche Kommunikation und Zusammenarbeit aller Beteiligten.

  • Bei der Digitalisierung des Lieferkettenmanagements geht es nicht nur um die Technologie – der wichtigste und zugleich schwierigste Aspekt der Veränderung ist die Organisation. Transparenz sorgt dafür, dass alle Beteiligten eine gemeinsame Vision und ein gemeinsames Ziel verfolgen: eine kundenorientierte Wertschöpfungskette. In diesem Kontext geht es bei jeder Entscheidung darum, ein positives Erlebnis zu bieten und die Beziehung zu Ihren Kunden zu festigen.

Lieferkettendaten und -abläufe TRANSFORMIEREN

Für die transparente Rückverfolgbarkeit müssen Daten aggregiert und disaggregiert werden. Mit einem eindeutigen, auf das individuelle Produkt aufgedruckten Code weiß Ihr System, welche Babynahrungspackung in welchem Karton versandt, in welchen Container und welches Fahrzeug verladen und an welche Einzelhandelsniederlassung geliefert wurde. Bei diesen Rückverfolgungsabläufen werden Daten am Front-End durch Scannen des Strich- oder QR-Codes erfasst und am Back-End umfassend analysiert.

Diese Technologie ist aufgrund behördlicher Vorschriften in der pharmazeutischen Industrie bereits weitverbreitet. Seit 2018 setzen auch Lebensmittelkonzerne verstärkt auf Rückverfolgungsprojekte. 2017 startete Nestlé ein globales 3-Jahres-Programm für Lieferanten und Lieferketten-Rückverfolgbarkeit3. 2020 führte Danone den Track & Connect-Service ein, um seine wichtigsten Abnehmer zu schützen: die Babys4. Auch Einzelhändler interessieren sich verstärkt für Rückverfolgungslösungen. So verlangt beispielsweise Walmart von immer mehr Lebensmittellieferanten, Rückverfolgungssysteme zur Ermittlung der Produktherkunft einzusetzen5.

Die Installation der nötigen Hardware an einer Produktionslinie und der Software für die Datenerfassung ist komplex. Dafür sind wir da. Laetus ist seit mehr als 45 Jahren Experte für Rückverfolgungslösungen und hat bereits vielen Unternehmen ermöglicht, die Sicherheit und Rückverfolgbarkeit ihrer Produkte zu gewährleisten. Mit ihrem modularen Konzept lassen sich unsere Systeme unkompliziert an die konkreten Anforderungen Ihrer Produktionsumgebung anpassen. Diese Skalierbarkeit bietet Ihnen zugleich ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir sind Ihr Geschäftspartner mit einer gemeinsamen Vision zu Digitalisierung und Lieferketten-Rückverfolgbarkeit. Wir bieten Lösungen für Ihre Lebensmittelverpackungslinie, die alle Phasen Ihres Plans für die Lieferkettentransformation abdecken.